Straßburg, 30. April 2026

Europaabgeordnete Sabrina Repp verhandelt Stärkung von Unternehmerinnen im ländlichen Raum: Europäisches Parlament stimmt für bessere Bedingungen für Gründerinnen auch in MV

Das Europäisches Parlament hat heute einen Initiativbericht zur Stärkung des weiblichen Unternehmertums in ländlichen Gebieten, Inselregionen und Regionen in äußerster Randlage verabschiedet. Der Bericht setzt wichtige Impulse für die wirtschaftliche Selbstständigkeit von Frauen vor Ort und benennt zugleich zentrale strukturelle Hürden.

Dazu erklärt Sabrina Repp, stellvertretendes Mitglied im Gleichstellungsausschuss und Schattenberichterstatterin:

„Frauen im ländlichen Raum tragen unsere Regionen. In der Landwirtschaft, im Handwerk, im Tourismus und in innovativen Unternehmen übernehmen sie Verantwortung und schaffen Perspektiven. Gleichzeitig stoßen sie noch immer auf strukturelle Hürden, und genau hier setzt dieser Bericht an.“

Genannt werden insbesondere der fehlende Zugang zu Finanzierung für Erstgründungen, unzureichende Kinderbetreuung, schwache Verkehrsanbindungen, Defizite in der digitalen Infrastruktur sowie fortbestehende Geschlechterstereotype.

Zu den konkreten politischen Forderungen des Berichts gehören der Abbau struktureller Diskriminierung, die bessere soziale Absicherung mitarbeitender Ehepartner*innen, insbesondere in der Landwirtschaft, der gleichberechtigte Zugang zu Land und Agrarfördermitteln sowie eine nach Geschlecht differenzierte Datenerhebung.

„Gerade die oft unsichtbare Arbeit von Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben braucht endlich rechtliche und soziale Anerkennung. Wer täglich Verantwortung trägt, darf im Alter nicht ohne Absicherung dastehen.“

Als überwiegend ländlich geprägtes Bundesland steht Mecklenburg-Vorpommern vor typischen Herausforderungen wie Abwanderung, großen Entfernungen und teilweise lückenhafter Infrastruktur.

„In Vorpommern oder in der Mecklenburgischen Seenplatte entscheidet ganz konkret der Busfahrplan, die Kinderbetreuung oder ein stabiler Breitbandanschluss darüber, ob eine Frau ein Unternehmen gründen kann. Gleichstellungspolitik ist hier keine abstrakte Debatte, sie ist ganz konkret Strukturpolitik.“

Mit der heutigen Abstimmung sendet das Europäische Parlament ein klares Signal für mehr Gerechtigkeit und gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Europa, und für bessere Perspektiven von Gründerinnen auch in Mecklenburg-Vorpommern.