Neues aus dem Europäischen Parlament: Newsletter 04/2026
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Mit der Abwahl von Viktor Órban hat die ungarische Bevölkerung den Weg ihres Landes zurück nach Europa und zurück zur Demokratie gefeiert. Gleichzeitig wissen wir: Es bleibt noch so viel zu tun. In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt stehen Landtagswahlen an, die auch über unsere demokratische und europäische Zukunft entscheiden werden. Und nicht zuletzt verhandeln wir in Brüssel und Straßburg intensiv über den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen und damit ganz konkret über die Zukunft erfolgreicher Projekte vor Ort.
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Neues aus dem Europäischen Parlament
Ausschuss für regionale Entwicklung (REGI)
Auf dem Weg zum nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen ist das Europäische Parlament in diesem Monat einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Haushaltsausschuss hat seinen Zwischenbericht zum EU-Haushalt abgestimmt und damit die Basis für die kommenden Verhandlungen mit Rat und Kommission geschaffen. Wir stellen darin klar: Neue Aufgaben müssen verlässlich finanziert werden. Die Einstellung erfolgreicher Projekte wie der Regionalförderung und des Europäischen Sozialfonds ESF+ ist die falsche Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb fordern wir als Parlament vor allem die Fortführung dieser wichtigen Projekte wie dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem ESF+ für die Umsetzung der Sozialen Säule der EU und ein deutlich höheres Budget für Erasmus+, um internationale Mobilität und Bildung möglichst vielen jungen Menschen unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern zu ermöglichen.
Ein wichtiger Teil der Haushaltsverhandlungen ist auch die Debatte um die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU ab 2028. Die GAP unterstützt die Ernährungssicherheit in Europa, gute Arbeits- und Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft und die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes mit dem ELER.
Gerade diese Zweite Säule steht jedoch aktuell auf der Kippe. Sie kommt in den Entwürfen der Kommission für den Mehrjährigen Finanzrahmen ab 2028 schlichtweg nicht mehr vor. Für ein ländlich geprägtes Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern wäre das fatal.
Für den Ausschuss für regionale Entwicklung verhandle ich aktuell die Stellungnahme zur GAP mit. Neben der Ablehnung von Kappung und Degression setze ich mich insbesondere für die Förderung des ländlichen Raumes ein – mit der Forderung des Erhalts der zweiten Säule und des ELERs, der Fortführung und verbindlichen Mindestfinanzierung von LEADER, der Beteiligung der regionalen und kommunalen Ebene und der Stabilisierung von Kofinanzierungssätzen, insbesondere für LEADER und Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen.
Ausschuss für Kultur und Bildung (CULT)
Horizon Europe
Am 18. März hat der Kulturausschuss (CULT) seine Stellungnahme zum Horizon-Europe-Bericht des Industrieausschusses (ITRE) verabschiedet. Für die S&D-Fraktion war ich als Verhandlerin beteiligt.
Auch wenn die Verhandlungen nicht einfach waren, konnten wir wichtige sozialdemokratische Prioritäten durchsetzen: Junge Menschen werden nun ausdrücklich im Text genannt und die Verknüpfung mit Erasmus+ wurde verankert-trotz deutlichen Widerstands, insbesondere von den Konservativen. Zudem setzen wir uns weiterhin für eine stärkere und möglichst eigenständige Finanzierung der Sozial- und Geisteswissenschaften sowie der Kultur ein. Der Vorschlag des CULT-Ausschusses schlägt einen Anteil von 40 % im entsprechenden Budget vor.
Darüber hinaus konnten wir u. a. die Stärkung der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, den besseren Schutz von Forschungsdaten, die Rolle von Universitäten als öffentliche Institutionen sowie das Prinzip, dass Forschung dem öffentlichen Interesse dienen soll, im Text sichern.
Erasmus+
Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, mich mit dem Arbeitskreis Bildung, Jugend und Kultur der Landesvertretungen auszutauschen. Der AK bringt regelmäßig Fachreferentinnen aus den Landesvertretungen-sowie je nach Thema- Kolleginnen aus den Ständigen Vertretungen und der Zivilgesellschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Bildung, Jugend und Kultur zu diskutieren.
Im Mittelpunkt unseres Gesprächs stand die Perspektive des Europäischen Parlaments auf die kommende Erasmus+-Verordnung. Auch wenn wir derzeit noch auf den Berichtsentwurf warten, haben die inhaltlichen Arbeiten bereits begonnen: Wir stehen in engem und kontinuierlichem Austausch mit NGOs, Universitäten, Nationalagenturen und weiteren relevanten Akteuren, um frühzeitig zentrale Anliegen und Herausforderungen aufzunehmen.
Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der enge Dialog zwischen europäischer und nationaler Ebene ist, insbesondere bei so zentralen Programmen wie Erasmus+, die direkt bei jungen Menschen, Lernenden und Bildungseinrichtungen ankommen.
EU-Jugendstrategie
Die Arbeiten an meinem Bericht zur EU-Jugendstrategie gehen in die nächste Runde: Insgesamt haben wir knapp 300 Änderungsanträge erhalten-ein deutliches Zeichen dafür, wie groß das politische Interesse an diesem Dossier ist. In den vergangenen Tagen haben wir intensiv daran gearbeitet, diese Vielzahl an Vorschlägen auszuwerten und tragfähige Kompromisstexte zu erarbeiten, die als Grundlage für die Verhandlungen mit den anderen Fraktionen dienen können. Der Fokus liegt nun darauf, inhaltliche Schnittmengen auszuloten und zentrale Prioritäten, insbesondere im Bereich Jugendbeteiligung, Inklusion und bessere Verzahnung bestehender Instrumente, in mehrheitsfähige Formulierungen zu überführen.
Als nächster Schritt stehen drei technische Treffen auf Mitarbeitendenebene an, in denen die Kompromisstexte weiter geschärft werden. Im Anschluss folgt am 23. Juni das Treffen der Schattenberichterstatter*innen, bei dem ich gemeinsam mit den anderen Fraktionen in die politischen Verhandlungen über den finalen Text eintreten werde.
Die nächsten Wochen werden entscheidend-es bleibt also spannend!
Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM)
In der kommenden Plenarwoche wird der Bericht zum Unternehmerinnentum im ländlichen Raum debattiert und abgestimmt, den ich für die sozialdemokratische Fraktion verhandelt habe. Gerade im ländlichen Raum stehen Frauen, die sich beruflich verwirklichen wollen, oft noch vor Hindernissen – sei es der Zugang zu Startkapital oder finanzieller Bildung, Mobilität, ein Mangel an Vorbildern oder der Kampf gegen veraltete Rollenbilder. In der Landwirtschaft zum Beispiel bewirtschaften viele Frauen an der Seite Ihres Partners den Betrieb und übernehmen Verantworten, sind jedoch oftmals weder Miteigentümerin des Hofes noch rechtlich und sozial abgesichert. Wir wollen Barrieren abbauen, Unternehmerinnen anerkennen und Frauen dazu befähigen, Mut zu fassen und ihre guten Ideen umzusetzen. In dem Bericht bekennen wir uns als Parlament zum ländlichen Raum und den vielen Frauen dort, die Unternehmerinnen sind oder es noch werden wollen.
Ausblick auf die Plenarwoche in Straßburg
Die bestimmenden Themen der kommenden Plenarwoche sind klar der Mehrjährige Finanzrahmen der EU und die Situation in Nahost. Der Konflikt und die Zerstörung vor Ort wirken sich auch auf die Energiepreise und -verfügbarkeit aus. Darüber hinaus stehen strukturelle Herausforderungen innerhalb der EU, etwa die Wohnraumkrise und die Zukunft der europäischen Verteidigungspolitik, auf der Tagesordnung. Für den Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter besonders wichtig ist neben meinem Bericht zu weiblichem Unternehmerinnentum im ländlichen Raum ein Initiativbericht zur Notwendigkeit einer konsensbasierten Definition von Vergewaltigung, um rechtliche Klarheit und besseren Schutz vor sexualisierter Gewalt zu gewährleisten.
Neues aus dem Wahlkreis
Mecklenburg-Vorpommern
Auch im März und April durfte ich wieder viel Zeit in Mecklenburg-Vorpommern verbringen. Zwischen Schulbesuchen, Podiumsdiskussionen, Betriebsführungen und Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern wird immer wieder deutlich: der Austausch vor Ort ist unverzichtbar für die parlamentarische Arbeit. Ich nehme die Perspektiven gerne mit nach Brüssel und Straßburg.
14.03. Austausch mit Stipendiat*innen der Friedrich-Ebert-Stiftung & Wahlkampfstand in Schwerin
Beim Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung in Schwerin stand die Frage im Mittelpunkt: Arbeiten in Politik und Verwaltung – ist das was für mich? Gemeinsam mit jungen Teilnehmenden haben wir über Wege in die Politik, Anforderungen an demokratisches Engagement und persönliche Erfahrungen gesprochen. Formate wie diese sind mir wichtig, um Nachwuchs für Politik und Zivilgesellschaft zu gewinnen und Perspektiven aufzuzeigen. Politik ist kein Selbstzweck, sondern Mittel, um unsere Gesellschaft gerecht zu gestalten.
Im Anschluss ging es direkt weiter zum Wahlkampfstand in Schwerin – hier kandidiert Mandy Pfeifer zur Oberbürgermeisterinnenwahl. Der Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern hat deutlich gemacht, wie wichtig direkte Gespräche sind: zuhören, erklären, alle mitnehmen. Ich gratuliere Mandy herzlich zum Einzug in die Stichwahl. Jetzt heißt es noch einmal: Alles geben und am 26.04.2026 den Wahlsieg holen!
20.03. Bauerntag des Bauernverbands MV & Podiumsdiskussion „Frauen gestalten Zukunft“
Beim Bauerntag des Bauernverbands Mecklenburg-Vorpommern – in diesem Jahr unter dem Zeichen des 35-jährigen Verbandsjubiläums – wurde deutlich, wie zentral die Landwirtschaft für unsere Region ist. Neben Ehrungen und politischen Grußworten, unter anderem von Manuela Schwesig, standen vor allem die aktuellen Herausforderungen für landwirtschaftliche Betriebe im Fokus.
Am Abend ging es im Europäischen Integrationszentrum Rostock weiter mit einer Podiumsdiskussion zur Rolle von Frauen in Gesellschaft und Politik. Unter dem Titel „Frauen gestalten Zukunft“ haben wir darüber gesprochen, wie politische Teilhabe gestärkt und strukturelle Hürden abgebaut werden können.
21.03. Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Rostock
Bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes wurde einmal mehr deutlich: Unsere freiwilligen Feuerwehren sind das Rückgrat der Gefahrenabwehr im ländlichen Raum. Über 160 Wehren mit tausenden engagierten Kameradinnen und Kameraden leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Sicherheit.
Neben Berichten und Ehrungen ging es auch um die Zukunft der Feuerwehren, von Nachwuchsgewinnung über moderne Ausstattung bis hin zum Katastrophenschutz. Klar ist: Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung und verlässliche politische Unterstützung. Und die Landesregierung liefert: mit dem neuen Feuerwehrprogamm werden 50 Millionen Euro in die Feuerwehren im Land investiert.
27.03. Austausch in Schwerin, Parchim & digitales Kamingespräch
Ein Tag voller Gespräche: In der IHK Schwerin habe ich mich mit dem Präsidenten und der Hauptgeschäftsführerin über wirtschaftspolitische Themen ausgetauscht. Die Themen reichten von internationaler Handelspolitik bis hin zu den Auswirkungen auf regionale Unternehmen und die Landwirtschaft. Danke für den konstruktiven Austausch.
Anschließend ging es nach Parchim zur GEW-Diskussion „EU wirkt vor Ort“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie europäische Themen stärker in den Schulalltag integriert werden können. Mein Anspruch ist klar: Europa muss im Alltag verständlich und erlebbar sein, gerade für junge Menschen. Dazu versuche ich auch mit meiner Schultour durch MV und Sachsen-Anhalt einen Beitrag zu leisten.
Am Abend folgte ein digitales Kamingespräch mit der Bundes-SGK. Im Austausch mit kommunalpolitisch Engagierten ging es um meine Erfahrungen aus der politischen Praxis und darum, wie wir junge Menschen für kommunales Engagement begeistern können.
30.03. Besuch der Stadtwerke Rostock & Austausch mit EEW
Bei den Stadtwerken Rostock habe ich Einblicke in konkrete Projekte der Wärme- und Energiewende erhalten – von Wärmespeichern über Power-to-Heat bis hin zu Batteriespeichern. Deutlich wurde: Die Energiewende entscheidet sich auch vor Ort, bei kommunalen Akteuren, die Planung, Investitionen und Umsetzung stemmen.
Am Abend folgte ein fachpolitischer Online-Austausch mit EEW und weiteren Industrieakteuren zur Offshore-Windindustrie. Im Mittelpunkt standen faire Wettbewerbsbedingungen, europäische Handelsschutzinstrumente und die Frage, wie wir industrielle Wertschöpfung in Europa sichern können.
31.03. Hofbesuch in Zemmin & Austausch mit dem Deutschen Bauernverband
Beim Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebs in Zemmin stand der direkte Austausch mit der Praxis im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bauernverbands Mecklenburg-Vorpommern und des Deutschen Bauernverbands haben wir über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), Förderstrukturen und die konkreten Herausforderungen für Betriebe gesprochen.
Mein Anspruch ist klar: Transformation und wirtschaftliche Tragfähigkeit müssen zusammen gedacht werden. Politik darf nicht gegen die Betriebe gemacht werden, sondern muss sie unterstützen.
01.04. Austausch mit AIDA & Verbraucherzentrale MV in Rostock
Der April begann für mich mit einem Tag im Wahlkreis in Rostock. Am Vormittag war ich zu Gast bei AIDA im Headquarter am Rostocker Stadthafen. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns über EU-Regulierungen ausgetauscht, die die Kreuzfahrtbranche betreffen. Im Fokus standen dabei unter anderem der Emissionshandel, Fragen rund um die Pauschalreiserichtlinie sowie die Bedeutung Rostocks als zentraler Unternehmensstandort und einer der größten privaten Arbeitgeber der Region. Gerade hier zeigt sich, wie wichtig der enge Dialog zwischen Politik und Wirtschaft ist, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Am Nachmittag ging es für mich sprichwörtlich hoch hinaus: Ich war zu Besuch bei der Verbraucherzentrale Rostock. Im 10. Stock mit Blick über die Stadt erhielt ich spannende Einblicke in die vielfältigen Arbeitsbereiche der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Zentrale Herausforderungen sind insbesondere die Situation im ländlichen Raum und die Frage, wie Verbraucher:innen bestmöglich erreicht werden können. Gleichzeitig prägen auch hier europäische Regelungen den Alltag – etwa bei Themen wie der privaten Altersvorsorge oder der Regulierung von Nahrungsergänzungsmitteln. Der Austausch hat deutlich gemacht, wie wichtig die Arbeit der Verbraucherzentrale ist und wie breit das Spektrum an Themen ist, bei denen sie Menschen kompetent unterstützt.
02.04. Austausch mit dem Landesfrauenrat & Vor-Ort-Begehung Swienskuhlen
Im Gespräch mit dem Landesfrauenrat stand die Frage im Mittelpunkt, wie Gleichstellungspolitik konkret vorangebracht werden kann. Von politischer Teilhabe bis hin zu strukturellen Rahmenbedingungen, der Austausch mit dem Landesfrauenrat ist für mich immer ein Gewinn. Ich bin froh, dass wir regelmäßig zu aktuellen gleichstellungspolitischen Anliegen im Gespräch bleiben und Hand in Hand arbeiten.
Bei der anschließenden Vor-Ort-Begehung in den Rostocker Swienskuhlen gemeinsam mit dem SPD-Arbeitskreis Umwelt ging es um Natur- und Umweltschutz ganz konkret vor Ort und darum, wie wir ökologische Anliegen und regionale Entwicklung zusammenbringen können. Es gab noch viele offene Fragen von Interessierten zur aktuell diskutierten Erweiterung des EEW-Werkes an dem Standort, die im Rahmen des Vor-Ort-Termins besprochen werden konnten. Danke für die gute Initiative an den AK Umwelt.
08.04. Werksbesuch bei EEW in Rostock
Beim Besuch des EEW-Werks im Rostocker Hafen wurde deutlich, welche zentrale Rolle die Offshore-Industrie für die Energiewende spielt. Das Unternehmen ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region und produziert Fundamente für Offshore-Windanlagen, ein Schlüsselbereich für den Ausbau erneuerbarer Energien. Hierfür gibt es stetig wachsende Anforderungen, die das Unternehmen erfüllen muss – und will!
Gleichzeitig stehen europäische Hersteller unter starkem Wettbewerbsdruck, insbesondere durch internationale Anbieter. Hier braucht es faire Wettbewerbsbedingungen und eine kluge Industriepolitik, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Europa zu sichern.
09.04. Schulbesuch in Stavenhagen, Synagoge & Schloss Ludwigsburg
In Stavenhagen habe ich mit den Schülerinnen und Schülern des Reuterstädter Schulcampus über Europa und Politik gesprochen – und im Anschluss mit ihnen gemeinsam die Synagoge Stavenhagen besucht, ein wichtiger Ort der Erinnerung und des jüdischen Lebens. Danke für Eure klugen Fragen und Euren Einsatz für die Erinnerungskultur rund um die Synagoge.
Am Nachmittag ging es weiter nach Loissin, wo ich gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Landhagen-Lubmin das sanierungsbedürftige Schloss Ludwigsburg besichtigt habe. Der Austausch vor Ort zeigte, wie wichtig Förderprogramme für den Erhalt kulturellen Erbes im ländlichen Raum sind – auch auf europäischer Ebene. Dafür mache ich mich gerne stark!
10.04. Wahlkreistag mit Thomas Würdisch in Barth und Stralsund
Gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Thomas Würdisch war ich in seinem Wahlkreis rund um Barth und Stralsund unterwegs – mit Stationen, die die Vielfalt der Region widerspiegeln. Beim Besuch der Bernsteinreiter in Barth ging es um nachhaltigen Tourismus und die Bedeutung regionaler Wertschöpfung. Im Bibelzentrum Barth stand die Rolle kultureller Bildungsorte im Mittelpunkt, die Geschichte und gesellschaftliche Fragen miteinander verbinden.
Den Abschluss bildete der Austausch im Nachbarschaftszentrum der Auferstehungskirche in Stralsund-Grünhufe. Dort wurde deutlich, wie wichtig soziale Infrastruktur und Engagement für den Zusammenhalt vor Ort sind. Der Tag hat einmal mehr gezeigt: Gute Politik muss wirtschaftliche, kulturelle und soziale Perspektiven zusammendenken.
11.04. Wahlkampfunterstützung in Wismar
Auch in Wismar finden in diesem Monat Bürgermeisterwahlen statt. Wismar braucht jemanden, der Verantwortung übernimmt und alle mitnimmt, deshalb habe ich Frank Junge unterstützt. Der direkte Austausch mit den Menschen vor Ort bleibt das Herzstück politischer Arbeit – gerade in Wahlkampfzeiten. Lieber Frank, herzlichen Glückwunsch zum Einzug in die Stichwahl am 26.04.2026! Lasst uns noch einmal alles geben, damit Wismar Rot bleibt!
17.04. Schulprojekttag in Löcknitz, Wurstfahrrad & Podiumsdiskussion in Rostock
Am Deutsch-Polnischen Gymnasium in Löcknitz konnte ich mich mit Schülerinnen und Schülern über alle Fragen rund um Europa, Demokratie und Mitbestimmung austauschen. Die Schule zeigt eindrucksvoll, wie europäische Zusammenarbeit im Alltag gelebt wird – mit deutsch-polnischem Abitur und grenzüberschreitendem Lernen.
Anschließend ging es wieder aufs Wurstfahrrad gemeinsam mit Julian Barlen am Rostocker Südstadtcenter. Es ist inzwischen fast schon Tradition, dass wir euch dazu einladen, euren Senf dazu zu geben. Diesen Draht zueinander wollen und müssen wir erhalten – offen, ehrlich und auf Augenhöhe. Das gelingt bei einer leckeren Wurst oft besonders gut, vor allem aber durch ehrliche Gespräche.
Am Abend folgte eine Podiumsdiskussion zur Zukunft sozialdemokratischer Politik. Dabei ging es um die Frage, wie wir soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Stärke und eine klare Haltung gegen Rechtsextremismus zusammenbringen können.
18.04. Vollversammlung des Landesjugendrings & Juso-Landeskonferenz
Bei der Vollversammlung des Landesjugendrings wurde deutlich, wie stark das Engagement junger Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ist. Rund 100.000 junge Menschen sind in Jugendverbänden organisiert. Das ist ein zentraler Pfeiler für unsere Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Danke für die Einladung!
Anschließend ging es zur Juso-Landeskonferenz. Dort haben wir über Themen wie faire Löhne, Mobilität und Perspektiven für junge Menschen diskutiert – und darüber, wie wir Politik gerechter gestalten können.
22.04. LEADER-Regionalkonferenz in Bad Doberan
Bei der LEADER-Regionalkonferenz stand die Entwicklung des ländlichen Raums im Mittelpunkt. Viele erfolgreiche Projekte zeigen, wie europäische Fördermittel ganz konkret vor Ort wirken, von Dorfgemeinschaftshäusern bis hin zu kulturellen Initiativen.
Für mich ist klar: LEADER ist ein Erfolgsmodell, das auch in Zukunft gestärkt werden muss, gerade in ländlichen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern. Der Austausch mit den LEADER-Aktionsgruppen ist immer wieder bereichernd. Danke für die Einladung und die Möglichkeit, über meine Arbeit zu berichten!
23.04. Girls’ Day, Ostseeforschung & kommunalpolitischer Austausch
Am Girls’ Day durfte ich drei Schülerinnen in meinem Wahlkreisbüro in Rostock begrüßen. Gemeinsam haben wir nicht nur über meinen Arbeitsalltag gesprochen, sondern auch ein Pressefrühstück vorbereitet und durchgeführt. Mir ist es wichtig, jungen Frauen früh Einblicke in politische Arbeit zu geben und zu zeigen: Politik ist kein abstrakter Raum, sondern gestaltbar und offen für ihre Perspektiven.
Im Anschluss ging es für uns zum Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde. Dort wurde deutlich, wie eng Wissenschaft und europäische Zusammenarbeit verzahnt sind, etwa über Forschungsnetzwerke und Programme wie Horizon Europe. Gerade beim Schutz der Ostsee zeigt sich, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist.
Danach habe ich an der Verleihung des Medienkompetenz-Preises Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des FiSH Filmfestivals teilgenommen. Ausgezeichnet wurden Projekte, die sich für einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit Medien einsetzen – ein Thema, das gerade für unsere Demokratie immer wichtiger wird.
Den Abschluss des Tages bildete ein kommunalpolitischer Abend der SPD-Landtagsfraktion in Ivenack. Unter dem Motto „Ländliche Räume stärken – Lebensqualität erhöhen“ ging es um die Zukunft unserer Regionen und den direkten Austausch mit engagierten Kommunalpolitikerinnen und -politikern.
Kommende Termine in MV:
- 01.05. Familienfest zum Tag der Arbeit auf dem Kastanienplatz in Rostock
- 08.05. Europafrühstück bei der IHK zu Rostock
- 09.05. Europatag-Aktion in Rostock
- 12.05. Projekttag an der Beruflichen Schule Alexander Schmorell Rostock
- 13.05. Schulbesuch in Rethwisch und Gastvortrag an der Universität Greifswald
Sachsen-Anhalt
13.03. Besuchstag in der Altmark
Noch im vergangenen Monat habe ich einen ganzen Tag im schönen Norden Sachsen-Anhalts verbracht, um mir einen Eindruck über einige zivilgesellschaftliche Institutionen zu verschaffen und Synergien zu erkunden.
Dieser Freitag in der Altmark startete mit einem Schulbesuch an der Gemeinschaftsschule Theodor-Fontane in Arendsee. Dort kam ich mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 9 ins Gespräch über Europa, meine Arbeit im Europäischen Parlament und darüber, was die Europäische Union für ihre Region bedeutet. Auch diskutierten wir über hohe Spritpreise, denn dieses Thema war für die Mopedfahrerinnen und –fahrer sehr präsent. Ich freue mich über den regen Austausch und danke der Schulleitung für das Ermöglichen. Politische Engagement und Resilienz in der Fläche verdient Wertschätzung und Aufmerksamkeit, insbesondere aus Brüssel.
Anschließend ging es für mich in das Kinder- und Jugenderholungszentrum KIEZ Arendsee. Diese gemeinnützige Stätte der Jugendarbeit mit Schwerpunkt auf pädagogischen Kinder- und Jugendreisen bietet Gruppenunterkünfte mit Bildungs-, Freizeit- und Sportmöglichkeiten und erreicht damit über 14.000 junge Menschen jährlich. Mit der Einrichtungsleitung sprach ich über die Unerlässlichkeit von EU-Fördermitteln für die Arbeit vor Ort sowie auch die Hürden in den Antragsverfahren. Auch tauschten wir uns über Möglichkeiten der stärkeren Einbindung der Altmark in europäische Jugendprogramme aus. Das KIEZ Arendsee ist ein ganz wunderbarer Begegnungsort für die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft und profitiert ungemein von europäischen Mitteln. Diese Eindrücke nehme ich mit in die MFF-Verhandlungen in Brüssel.
Nach einer kurzen Fahrt nach Salzwedel wurde ich im Mehrgenerationenhaus der AWO Altmark begrüßt. Das Mehrgenerationenhaus bietet ein vielfältiges Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils: Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche im Innen- und Außenbereich, einen erschwinglichen Mittagstisch, Seniorencafé, Deutschlernkurse usw. Das Projekt wird über das Bundesprogramm “Mehr Generationen Haus – Miteinander, Füreinander” finanziert, welches 2028 ausläuft. Zurzeit ist die Weiterfinanzierung nicht abgesichert und auch die bauliche Substanz der Einrichtung bedarf umfassender Investitionen. Ich werde mich weiterhin dafür stark machen, dass soziale Institutionen gefördert werden, auch in Zeiten von Prioritätsverschiebungen in EU- und Bundeshaushältern. Denn ohne Einrichtungen wie das Mehrgenerationenhaus Salzwedel, wird auch europäische Kohäsion nicht zu gewährleisten sein.
Mein vorletzter Termin führte mich zum Kultur-Nische e.V., ein denkmalgeschütztes Häuserensemble im Herzen Salzwedels, in welchem die knapp 40 Vereinsmitglieder ein echtes soziokulturelles Zentrum erschaffen haben. Mit Brauerei, Töpferei, SoLaWi-Station, queerem Treffpunkt, Künstlerateliers, Lesungen, Partys und Tauschbibliothek ist die Kultur-Nische ein wahres Leuchtturmprojekt in der Hansestadt. Wir sprachen über Stadtentwicklung, politische Rahmenbedingungen und Fördermittelbeschaffung. Zivilgesellschaftliches Engagement belebt Dörfer und Städte, macht sie stark für die Zukunft und öffnet Räume der Begegnung. Ich danke den Vereinsmitgliedern für die spannende Führung, den herzlichen Austausch und freue mich, ihre Arbeit weiterzuverfolgen.
Schließlich folgte ich der Einladung des Bürgermeisters zum Jahresempfang der Stadt Salzwedel. Dort trafen sich Akteurinnen und Akteure der Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik, um gemeinsam das Jahr 2025 Revue passieren zu lassen, und gemeinsam nach vorne zu schauen. Nach einem unterhaltsamen Bühnenprogramm ging es in den Austausch mit Vertretern der Neptune Energy GmbH, welche mit den Lithiumvorkommen in der Altmark arbeiten, dem Bauernverband Altmarkkreis, Pressevertretern und vielen mehr. Ich freue mich auf die anstehenden Termine in der Altmark, welche an diesem Abend entstanden und bedanke mich recht herzlich, für den Eintrag im Goldenen Buch der Stadt.
Kommende Termine:
- 30.04. Preiskomiteesitzung Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg
- 10.05. Landesdelegiertenkonferenz des Juso Landesverbands Sachsen-Anhalt in Schönebeck
- 15.05. Wahlkreistag Altmark